Mahjongg

Mahjongg wurde in den 1920er Jahren, von dem US-amerikanischen China Reisenden Joseph Park Babcock in die USA gebracht. Er erschaffte mehrere Spielvarianten, basierend auf den Regeln, die er in China kennengelernt hatte. Gerüchten zufolge soll Mahjongg schon seit mindestens 4000 Jahren bestehen, für diese Aussage gibt es jedoch keine stichhaltigen Beweise. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen von Spielpartien stammen aus dem Jahre 1890 und die ältesten, gefunden Spiele aus den 1870er Jahren. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Mahjongg in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand.

Die Spielregeln
Die traditionellen Regeln des Mahjongg, die auf den Hua Bao Regeln basieren und so auch von Joseph P. Babcock eingeführt wurden, sind die allgemein gebräuchlichsten. Sie gehen jedoch davon aus, dass das Spiel auch tatsächlich mit vier Personen an einem Spieltisch gespielt wird. Da Mahjongg auf diese Weise größtenteils nur noch im asiatischen Raum und vereinzelt in den USA gespielt wird, kommt man mit diesen Regeln nur noch selten in Berührung. Bei den Hua Bao Regeln wird in der Standardvariante mit 136 Steinen gespielt, in anderen Variationen können es auch 152 oder 144 sein. Die vier Spieler bilden eine so genannten „Chinesische Mauer“, bei der 34 Spielsteine umgedreht und vor dem jeweiligen Spieler aufgebaut werden. Wenn alle vier Spieler mit dem Aufbau fertig sind hat man vier gleich lange Mauern, die jeweils am Ende einander berühren. Ziel des Spieles ist es, durch abwerfen und aufnehmen der Steine eine möglichst gute und komplette „Hand“ zu bekommen und so das Spiel zu gewinnen.

Mahjongg Online
Das Mahjongg mit dem Du wahrscheinlich in Berührung kommen wirst, ist die Online Variante des Spieles, bei dem die oben genannten Regeln nicht zum greifen kommen. Das Online-Mahjongg, hat in seinen Grundlagen sehr viel mit dem Kartenspiel Patience oder dem allseits beliebten Solitäre gemeinsam, dass Du sehr wahrscheinlich schon als Computerspiel kennst. In aller Regel werden 144 Steine auf einem virtuellen Spieltisch gestapelt, dabei können die Formen von einfachen Rechtecken oder Quadraten, bis hin zu verschiedenen Tierformen reichen.
Die 144 Spielsteine bestehen aus 108 Steinen der drei Grundfarben und haben einen Zahlenwert von eins bis neun. 28 Trumpfsteine, die allgemein die Vier Himmelsrichtungen oder so genannten Winde darstellen (Ost-, Süd-, West- und Ostwind) und drei Drachen in den Farben Rot, Grün und Weiß. Jeder Trumpf- und Grundfarbenstein ist viermal vorhanden. Weiterhin gibt es vier Blumensteine, die meistens eine Pflaume, Orchidee, Chrysantheme oder Bambus darstellen und vier Jahreszeitensteine. Sowohl die Blumen-, als auch die Jahreszeitensteine sind jeweils nur einfach vorhanden. Bei einigen Online-Versionen auf dem US-Markt gibt es auch noch acht Jokersteine, die universell eingesetzt werden können und die Gesamtzahl der Spielsteine auf 152 anheben.

Ziel des Spiels ist es alle Spielsteine komplett von der Spielfläche zu entfernen, dabei kann es sein, dass Du auch Variationen findest, in denen die Zeit, in der Du die Aufgabe erledigst, ebenfalls mit in die Wertung einbezogen wird. Oftmals ist auch eine Rangliste enthalten, an der Du Deine Leistung mit denen der anderen messen und vergleichen kannst.

Die Trumpf- und Grundfarbensteine dürfen nur abgehoben werden, wenn man ein Paar mit dem gleichen Symbol, Zahlenwert oder Farbe findet, es können also immer zwei Steine abgehoben werden, niemals ein einzelner. Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass die Spielsteine nur vom Stapel abgehoben werden dürfen, wenn sie an mindestens einer Längsseite frei liegen. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass ein Spielstein zwar sichtbar ist, Du ihn jedoch trotzdem nicht abheben darfst, solange seine Längsseiten nicht frei von anderen Steinen sind. Die Blumen- und Jahreszeitsteine können ebenfalls nur im Paar abgehoben werden, allerdings kann hier jeder Blumenstein mit einem beliebig anderen Blumenstein kombiniert werden, gleiches gilt für die Jahreszeitensteine. Doch auch hier greift die Regel, dass alle Steine, die abgehoben werden, an mindestens einer Längsseite frei liegen müssen.

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