Sudoku
Es gibt verschiedene Ansichten bezüglich des Ursprungs von Sudoku. Einige Zeitgenossen meinen, dass Sudoku bereits im Mittelalter mit den magischen Quadraten seinen Anfang nahm. Diese waren so ähnlich aufgebaut wie ein Sudoku und sie funktionieren nach ähnlichen Regeln. Aber sie besaßen noch keine Einteilung in Blöcke.
Im 18. Jahrhundert entwickelte der Mathematiker Leonard Euler das so genannte lateinische Quadrat, das „carré latin“ genannt wurde. Dieses ähnelte dem heutigen Sudoku noch etwas mehr. Es war ebenfalls in eine 9×9 Felder Matrix aufgeteilt, wurde jedoch mit lateinischen Buchstaben statt Zahlen bestückt und auch hier fehlte noch die Unterteilung in Unterblöcke.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts tauchten ähnliche Rätsel, jedoch auch hier noch ohne Unterteilung in Unterblöcke, in Frankreich wieder auf. Sie wurden in den Zeitungen unter dem Namen „Carré magique diabolique“ veröffentlicht, verschwanden aber bald wieder, weil sich die Menschen nicht dafür interessierten.
Die endgültige Version des Sudoku-Rätsels wurde schließlich 1979 in Amerika durch den Architekten Howard Garns entwickelt und in einer Rätselzeitschrift unter dem Namen „Number Place“ veröffentlicht.
Es besteht aus einem Gitterquadrat von 9×9 Feldern, die ihrerseits wiederum in 3×3 Unterblöcke aufgeteilt sind.
Danach wurde das Sudoku zuerst in Japan beliebt, wo auch der Name entstand. Es ist eine Abkürzung des Satzes: „Suuji wa dokushin ni kagiru“, welcher besagt, dass die Zahlen genau einmal vorkommen müssen.
Ein paar Jahre später entwickelte der Richter Wayne Gould aus Neuseeland eine Software, die immer neue Sudokus generieren kann. 2004 verbreitete er damit und mit Hilfe der Zeitung „The Times“ das Sudoku ausgehend von Neuseeland über England in die ganze Welt.
Heute gibt es das Sudoku in noch vielen weiteren Varianten.
Spielregeln von Sudoku
Sudoku besteht aus einem Quadrat mit 81 Feldern, also 9 Reihen und 9 Spalten, die auf 3×3 Teilquadrate verteilt sind. Diese Teilquadrate sind ihrerseits wiederum in 3×3 Felder aufgeteilt.
Einige Felder sind vor Beginn des Spiels bereits mit mehr oder weniger Zahlen belegt. Je weniger Zahlen zu Beginn vorhanden sind, desto höher der Schwierigkeitsgrad des Rätsels. Damit das Rätsel lösbar ist, müssen es jedoch mindestens 17 Zahlen sein.
Jetzt sollen die leeren Felder mit Zahlen gefüllt werden. Dabei muss man so vorgehen, dass die Zahlen 1 bis 9 nur je einmal in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der aus 3×3 Feldern bestehenden Teilquadrate vorkommen. Es gibt für ein Sudoku nur eine gültige Lösung.
Spielablauf von Sudoku
Zur Lösung des Rätsels bieten sich die drei beliebtesten Methoden an:
1.Scannen
Die Zahlen von 1 bis 9 werden getrennt voneinander betrachtet. Man sucht die bereits vorhandenen gleichen Zahlen. Anhand von gedachten senkrechten und waagerechten Linien, die von den vorhandenen gleichen Zahlen ausgehen und die die betreffenden Reihen oder Spalten für diese Zahl sperren, findet man heraus, wo diese Zahl noch erscheinen muss. Günstig ist es dabei, mit der am häufigsten vorkommenden Zahl zu beginnen.
2. Auszählen
Man kann auch für die Teilquadrate, Reihen oder Spalten alle möglichen Zahlen nacheinander prüfen und notieren. Wird eine passende Zahl gefunden, so streicht man diese Zahl gleich aus den Notizen in den jetzt durch sie gesperrten Reihen und Spalten heraus. Da es auf diese Weise immer weniger mögliche Kandidaten gibt, kommt man irgendwann zu der richtigen Lösung. Diese Methode ist nur sinnvoll, wenn nicht zu viele Zahlen fehlen, sonst ist man sehr lange beschäftigt.
3.Globale Paarsuche
Man sucht Zahlenpaare für einzelne Felder. Diese ergeben sich durch die bereits angegebenen Zahlen und sperren dann andere Felder, wodurch sich Lösungen finden lassen. Es kommen einige logische Regeln zur Anwendung, die man entweder irgendwo nachlesen oder auch selber herausfinden kann.
Durch die globale Paarsuche können die meisten Sudokus gelöst werden.
Die Online-Variante des Sudoku
Online-Sudoku lässt sich als kleine Erfrischung oder Abwechslung für das Gehirn leicht in den Arbeitsalltag integrieren.
Die Online-Variante des Sudoku unterscheidet sich nicht von dem Sudoku auf einem Blatt Papier.
Ein Vorteil ist sicher, dass man schnell neue Varianten erhält und dass man Fehler einfach wieder löschen kann. Bereits gelöste oder auch nicht gelöste Rätsel können noch einmal gelöst oder gespeichert werden. Außerdem ist es bei den meisten Onlinespielen des Sudoku möglich, eine Hilfestellung zu erhalten oder sich die Lösung anzeigen zu lassen. Evtl. kann man sich auch mit anderen Spielern in einem Forum austauschen und auf diese Weise sogar noch neue, gleich gesinnte Mitmenschen kennen lernen.
Online spielen kann man Sudoku heute auf verschiedenen Spieleseiten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Sudoku auf einer Spielekonsole oder dem Handy zu spielen.
Besonders die 3D Variante des Sudoku eignet sich gut als Computerspiel, da die dreidimensionale Darstellung hier am besten veranschaulicht werden kann.
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